Osterbotschaft von Patriarch Bartholomaios I.
Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel ruft in seiner Osterbotschaft 2026 dazu auf, die Auferstehung Christi als Quelle von Hoffnung, Freiheit und Erneuerung zu begreifen. Ostern sei der Sieg des Lebens über den Tod und eine Absage an Gewalt, Angst und Hoffnungslosigkeit. Das christliche Ethos sei keine „Moral der Schwachen“, vielmehr eröffne die Auferstehung dem Menschen den Weg zur inneren Erneuerung und stärke zu einem leben in selbstloser Liebe, „verbunden mit Mut, Tapferkeit und existentieller Echtheit“. Angesichts von Krieg, Hass und Ungerechtigkeit betont der Patriarch die Heiligkeit jedes menschlichen Lebens und die Verantwortung der Christen, für Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit einzutreten.
„Christus ist auferstanden“ sei eine Botschaft des Friedens und ein Aufruf, die Würde jedes Menschen zu achten. Die Kirche bezeuge die der Welt von Gott geschenkte Gnade und setze sich für eine Kultur der Liebe und Geschwisterlichkeit ein. Im Gedenken an das vor zehn Jahren einberufene Heilige und Große Konzil der Orthodoxen Kirche bekräftigt die Botschaft die Pflicht der Kirche, „nach dem zu streben, was zum Frieden beiträgt“, und Wege zu Gerechtigkeit, Geschwisterlichkeit und wahrer Freiheit zu eröffnen. Die Botschaft schließt mit dem österlichen Bekenntnis: „Christus ist auferstanden! Wahrhaftig, der Herr ist auferstanden!“
Die Osterbotschaft des Patriarchen im Wortlaut. © Fotos: Metropolis von Austria
Osterbotschaft von Metropolit Arsenios
Metropolit Arsenios von Austria erinnert in seiner Osterbotschaft daran, dass im“erlebten Geheimnis der lebensspendenden Auferstehung“ das egozentrische Haften der Menschen an ihrem eigenen Willen überwunden werden kann und den Menschen in die Gemeinschaft der Liebe mit Gott, den Mitmenschen und der gesamten Schöpfung führt. Angesichts von Kriegen und Entwurzelung mahnt er, die Wahrheit der Liebe zu bewahren und den Leidenden mit Wort und Tat beizustehen; diejenigen, die den Krieg lieben, können nicht in Beziehung zu Christus stehen: „Der Friede entsteht nicht aus Macht, sondern durch die Verwandlung des Herzens.“, so der Metropolit wörtlich. Mit österlicher Gesinnung werde Versöhnung möglich. Die Botschaft schließt mit der Einladung, die Auferstehung als neue Existenzweise anzunehmen und mit Glauben, Liebe und Frieden zu leben.